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Lukas Kranzelbinder - Mein Lieblingstier heißt Winter/Folge 3

Eine Fortsetzungs-Operette in fünf Teilen
Der Debütroman des steirischen Ingeborg-Bachmann-Preisträgers Ferdinand Schmalz, vertont vom Kärntner Musiker und Komponisten Lukas Kranzelbinder, in der Regie des Wieners Alexander Charim und zu szenischem Leben gebracht von Sänger:innen der Oper Graz und Gallionsfiguren des “Neuen Wienerliedes“ wie Klemens Lendl (Die Strottern) oder Wolfgang Vincenz Wizlsperger (Kollegium Kalksburg). Eine Operettenserie in fünf Teilen, deren Folgen sich mittels unterschiedlicher Aufführungsorte in die Oper „hineinfressen“: Voilà, die Operette des 21. Jahrhunderts!
In Mein Lieblingstier heißt Winter nimmt Ferdinand Schmalz seine Leser:innenschaft mit auf eine abgründige Reise quer durch die österreichische Gesellschaft, skurril, intelligent und mit großem Sprachwitz, und liefert damit eine perfekte Vorlage für eine moderne Operette. Diese, häufig als seichte Unterhaltung unterschätzt, war bis zu ihrer Beschneidung durch die nationalsozialistische Kulturpolitik ein gesellschaftskritisches, subversives Genre, welches nun in neuer Form wiederauferstehen soll.

Schmalz’ Roman ist Kriminalgeschichte und Gesellschaftssatire zugleich: Der Tiefkühlkostvertreter Franz Schlicht soll die Leiche seines krebskranken Kunden Doktor Schauer nach dessen Suizid aus einer Tiefkühltruhe entsorgen. Als Schlicht dem Auftrag nachkommen möchte, ist der tote Körper jedoch spurlos verschwunden. Schlicht macht sich auf die Suche nach der gefrorenen Leiche und begegnet dabei allerlei eigenartigen Figuren.

Die von Schmalz selbst adaptierte Fortsetzungsoperette wandert über zwei Spielzeiten in fünf Teilen durch unterschiedliche Spielorte innerhalb der Oper Graz. In der Studiobühne beginnend, findet sie ihren Weg durch das Opernhaus bis zu dessen Herzstück, der Bühne, auf der in der folgenden Spielzeit das Serienfinale stattfinden wird. Lukas Kranzelbinder, bekannt mit der von ihm gegründeten Jazzformation “Shake Stew“, komponiert über die Grenzen klarer stilistischer Zuordnung hinaus und verleiht der neuen Operette ihren ganz eigenen Klang des 21. Jahrhunderts. Der Wiener Regisseur Alexander Charim, der eine langjährige Erfahrung mit ungewöhnlichen Spielorten mitbringt, vollendet das österreichische Trio.

Besetzung
Musikalische Einstudierung: Lukas Kranzelbinder
Inszenierung: Alexander Charim
Bühne & Kostüme: Ivan Bazak
Licht: Daniel Weiss
Dramaturgie: Katharina Rückl
Schlicht: Tino Hillebrand
Kerninger: Mathias Lodd
Sabine Teufel | Astrid Schauer: Raphaela Möst
Gitti: Sieglinde Feldhofer
Kurt: Martin Fournier
Inspektor: Felix Heuser
Harald: Klemens Lendl
Norbert: Wolfgang Vincenz Wizlsperger
Klavier | Keyboard | Effekte: Benny Omerzell
E-Gitarre | E-Bass: Christian Neuschmid
Akustische Gitarre | Singende Säge | Gesang: David Müller
Violine | Gesang: Klemens Lendl
Baritonhorn | Gesang: Wolfgang Vincenz Wizlsperger
Streichquartett: N.N.
Termine
Premiere 6. April 2025, 20:00 - 20:45 Uhr
9., 10., 24. April 2025, 18:00 - 18:45 Uhr, 20:00 - 20:45 Uhr
Weitere Informationen
Ort: Opernhaus Montagehalle
Libretto von Ferdinand Schmalz nach dessen gleichnamigem Roman
Altersempfehlung: 14+
Eine Koproduktion von Oper Graz und Kulturhauptstadt Europas Bad Ischl Salzkammergut 2024
In Kooperation mit der Kunstuniversität Graz
Die Uraufführungen von Teil 4 und 5 finden in der Spielzeit 2025/26 statt.
(c) Foto: Oper Graz
Veranstaltungsort/Treffpunkt